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Pressemitteilung vom 25.07.2016
Kunden dürfen Zahlverfahren auswählen Am 9. Juni trat die sogenannte Anwenderauswahl in Kraft, die in Artikel 8 der Verordnung zu Interbankenentgelten geregelt ist. Danach muss einem Kunden mit einer sogenannten Multifunktionskarte, die mehrere Zahlverfahren unterstützt, eine Möglichkeit gegeben werden, aus den mit dieser Karte möglichen Zahlverfahren (z.B. girocard, Maestro, V PAY) auswählen zu können. Händler müssen somit ihren Kunden die Möglichkeit der Auswahl bieten, sofern sie selbst diese Zahlverfahren anbieten.

Wichtig: Das Bezahlen mit Karte und Unterschrift – das sogenannte elektronische Lastschriftverfahren ELV – ist von der Anwendung ausgenommen, da es nicht als Kartenzahlverfahren gilt. Der Händler hat also bei ELV nach wie vor die Möglichkeit, vor einer Kartenzahlung festzulegen, dass auf die Möglichkeit einer Lastschrift geprüft wird und kann diese einsetzen.

Im Ergebnis bleibt es damit bei dem bisherigen gewohnten Ablauf an der Kasse. Die Verordnung ist eher auf zukünftige Entwicklungen ausgerichtet. Künftig könnten auch Karten mit unterschiedlichen Zahlungsmitteln herausgegeben werden, die für den Kunden eine Auswahl erforderlich machen.

Hinweis: Der HDE Handelsverband Deutschland hat für Mitglieder der Einzelhandelsorganisation, zu der auch der BTE zählt, ein Merkblatt mit weiteren  Informationen zum Thema erstellt. Es steht im Mitgliederbereich unter www.einzelhandel.de zum Download bereit.