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Azofarbstoffe

In Deutschland dürfen bestimmte Azofarben nicht mehr zur Färbung von Bekleidung, Textilien und bestimmten Lederwaren eingesetzt werden. Ihnen wird ein teils krebserzeugendes, teils allergenes Potenzial zugesprochen. Unter die "Richtlinie bzw. die Verordnung zur Änderung der Bedarfsgegenständeverordnung und zur Änderung oder Aufhebung weiterer lebensmittelrechtlicher Vorschriften" fallen alle Textil- und Ledererzeugnisse, die mit der menschlichen Haut oder der Mundhöhle direkt und längere Zeit in Berührung kommen können. Demnach sind insbesondere betroffen:

Kleidung, Bettwäsche, Handtücher, Haarteile, Perücken, Hüte, Windeln und sonstige Toilettenartikel, Schlafsäcke, Schuhe, Handschuhe, Uhrarmbänder, Handtaschen, Geldbeutel und Brieftaschen, Aktentaschen, Stuhlüberzüge, Brustbeutel, Textil- und Lederspielwaren und Spielwaren mit Textil- und Lederbekleidung sowie für den Endverbraucher bestimmte Garne und Gewebe.

Im Einzelfall gibt es damit viel Ermessensspielraum.

Der BLE  empfiehlt, im Zweifel den sicheren Weg zu gehen und die Regelung in den Liefer- und Bezugsbedingungen sowie bei eigenen Stichprobenkontrollen eher zu weit als zu eng zu fassen.

Für alle verbotenen Armine gilt, dass sie in der Ware 30 ppm nicht überschreiten dürfen.

BLE-Tipp:
Passen Sie Ihre Liefer- und Bezugsbedingungen den Anforderungen an. Zudem sollten zur Sicherheit vor allem die Lieferanten aus Nicht-EU-Ländern gesondert über die geänderte Verordnung informiert werden.



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