06.03.2017
Presseerklärung zur I.L.M. Winter Styles
Lederwarenmarkt wächst weiter
Der Markt für Lederwaren in Deutschland ist auch im Jahr 2016 weiter gewachsen. Der BLE schätzt, dass im letzten Jahr Taschen, Koffer, Schulranzen und Kleinlederwaren im Wert von 2,6 Milliarden Euro an die Kunden abgegeben wurden. Das betrifft alle Vertriebswege – vom Fachgeschäft über den Online-Handel bis zu den Lebensmitteldiscountern.

Der spezialisierte Lederwarenfachhandel ist dabei nach wie vor der wichtigste Vertriebsweg. Laut letzter Umsatzsteuerstatistik aus dem Jahr 2015 umfasste er 1.402 Unternehmen, die zusammen einen Bruttoumsatz von rund 1,3 Milliarden Euro erzielten.

Im letzten Jahr dürfte dessen Umsatz - nach einem Plus von rund zwei Prozent in 2015 – noch einmal ganz leicht gestiegen sein. „Der BLE geht derzeit von einem Umsatzplus von maximal einem Prozent für die Branche aus“, resümiert BLE-Präsident Dr. Joachim Stoll.

Die meisten anderen Vertriebswege dürften im letzten Jahr etwas höhere Umsatzzuwächse erzielt haben. So haben viele Waren- und vor allem Modehäuser ihren Anteil an modischen Accessoires auch in 2016 weiter erhöht und damit z.B. ihre Umsätze mit Taschen merklich gesteigert. Weiter expansiv waren zudem Online-Anbieter, deren Umsatzzuwachs allerdings längst keine zweistelligen Werte mehr erreichen dürfte. Vieles deutet darauf hin, dass das Wachstum im letzten Jahr allerdings noch im höheren einstelligen Bereich gelegen hat. Der Marktanteil des gesamten Versandhandels am Lederwarenmarkt liegt nach BLE-Schätzungen aktuell bei rund 20 Prozent, wobei mittlerweile mehr als 80 Prozent über das Internet laufen dürfte.

Im Lederwarenfachhandel waren die Unterschiede zwischen den einzelnen Geschäften erneut groß. Die Bandbreite reicht von Umsatzveränderungen von minus 20 Prozent bis plus 20 Prozent. Schwächer abgeschlossen haben vor allem erneut kleinere Geschäfte in schlechteren Lagen. Dieses Phänomen ist aber in fast allen Handelsbranchen gleichermaßen zu beobachten.

Ein besseres Ergebnis verhinderte das etwas schwächere Weihnachtsgeschäft, was zum Teil auf frühzeitigere Reduzierungsaktionen zurückzuführen ist. Diese wurden vor allem von Online-Anbietern sowie Modehäusern mit Taschenabteilung initiiert, die ihr Kernsortiment Bekleidung üblicherweise schon ab Dezember mit Preisaktionen vermarkten. Aus Sicht des Lederwarenfachhandels wurden so unnötig Umsatz und Marge verschenkt.

Für das Jahr 2017 ist der Lederwarenhandel zuversichtlich. Neben stabilen oder sogar steigenden Umsätzen aus den großen Bereichen Handtasche, Freizeitartikel und Reisegepäck setzt die Branche vor allem auf Impulse durch die stark zunehmende Verbreitung von kontaktlosem Bezahlen mit Hilfe der NFC/RFID-Technologie. „Damit nicht auch Betrüger unbemerkt Geld oder auch Daten von der Bank- oder Kreditkarte abbuchen bzw. auslesen können, empfehlen wir den Kunden aktuell die Anschaffung von Geldbörsen mit einem speziellen Scannerschutz“, berichtet BLE-Präsident Dr. Stoll.